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Eingangsgitter in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Dobrá Voda zu St. Gunther, Böhmen, 2006.


Das "ikonographische" Programm des Gitters zeigt das Kreuz im Zentrum, welches den Globus, das All, das Universum (als gegossener Vollglaskugel, transparent mit klaren blauen Wirbeln und Bläschen) fest umschließt, ehern umfaßt, hütend umringt, innig umgibt, in seinen Armen ausgreifend, weitend sich nach den vier Richtungen und über einen inneren Kreis rundum ausstrahlt, eingefangen von doppelt gestaffeltem Schwung oben (als Pendant zum Triumphbogen zwischen Presbyterium und Kirchenschiff, aber auch als eigenständiges symbolhaftes Element, rekurrierend auf Gottes Bund) und unterer Gegenkrümmung, welch beide Elemente - anders betrachtet - einen Strahelnreigen zwischen den Schnittpunkten zweier Kreislinien aufgespannt, eröffnen, eingefaßt von vertikal aufstrebenden, teils entflammtem Gestäbe (oder: "Stabwerk").

Vom Zentrum - dem Kreuz - strebt alles aus, darauf hin stürzt alles zurück, läßt alles sich entzünden, entfachen, ist alles gerichtet.

Es stoßen vier flammende Körper, leuchtende Spieße in den inneren Zirkel ein, floral und sachte, schwellend und wallend umgeben zugleich und katapultieren simultan die Botschaft des Kreuzes hinaus - saugend an der innerste Sphäre, dem Kreise der apostolischen Sendung - als das Evangelium in viererlei Gestalt nach der Himmelsrose Stränge und Wege und zugleich zurück auf gerade-gekrümmter Bahn, gebogener Fläche im Raum, in der Zeit gebogenem Raume, reflektierend aufs Zentrum, zurückgebogen, allgewendet in die Vollkommenheit gläsernen Eingeweide, gefaßt von göttlichem Kosmos - göttlicher Schönheit -, Willen, Hand.

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