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Figurengruppe Theatrum in Burghausen, 2003.
Exponat auf dem Landesgartenschaugelände in Burghausen während der Bayerischen Landesgartenschau 2004.


Sehen und Gesehenwerden, Zuschauen und Agieren: zwischen diesen Antipoden bewegen wir uns, sind Akteure und Betrachter des Lebens zugleich; als Darsteller reflektieren wir uns einander und ein jeder selbst sich (auch wenn wir uns dessen meist nicht bewußt sind), als Beobachter des Geschehens der Welt, der Dinge um uns her spiele wir ebenso unsere Rolle, auch wenn wir uns entsetzt abwenden, wenn das Drama des Lebens allzu grausam, allzu entsetzlich spielt, oder wenn es uns langweilt und wir einschlafen, so sind wir - wie auch immer wir uns verhalten - aktiv und gestalten das Theatrum Mundi als des Lebens Schauspiel, bauen Szenen und füllen sie, bald durchdacht, bald überwältigend, bald schäbig, und manches Mal gähnt Öde von der Bühne.

Diese Commedia all'improvviso des Daseins würfelt die verschiedensten Charaktere aufeinander zu, die in ihren Situation ihre Rolle spielen oder aus ihr herausfallen, die oft genug eine Tragedia dell'arte aufführen oder herb und satirisch das Stück selbst verlachen. Das Theatrum lädt zu einem bewußten Wechsel der Perspektive ein.

Es sind noch Plätze frei...

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Plastiken des Theatrums auf der Bayerischen Landesgartenschau in Burghausen, 2004.